Lebensversicherungen verkaufen

Wer mehr Geld aus der Versicherungspolice herausholen möchte, sollte ein paar Dinge beachten. Wichtig ist z.B. dass eine Lebensversicherung oder Rentenversicherung nicht gekündigt wird, wenn sie schon mehr als fünf Jahre besteht, da hier ein finanzieller Verlust droht. Ein Verkauf einer Versicherung bringt meist mehr ein als die Kündigung. Policen sollten nur bei seriösen Anbietern verkauft werden, die etwa im Bundesverband Zweitmarkt Lebensversicherung sind.

Verkauf vorab prüfen


mikrokreditVor dem Verkauf sollten Verbraucher prüfen, ob die Rendite der Versicherung oder ähnliches vielleicht doch für eine Fortführung spricht. Außerdem ist es wichtig, den Rück-Kaufswert zu prüfen. Sinnvoll sind mehrere Angebote von verschiedenen Anbietern einzuholen und zu vergleichen. Wenn die Lebensversicherung unrentabel wird, wer Kapital benötigt oder auch kein Interesse mehr am Sparen hat, hat die Möglichkeit, die Lebensversicherung zu kündigen. Hier ist aber meist ein Verlust zu verzeichnen. Daher bietet es sich eher an, die Versicherungspolice zu verkaufen oder auch zu beleihen. Die Versicherten sollten sich zunächst klar darüber sein, warum die Lebensversicherung abgestoßen werden soll. Für kurzfristiges Kapital kann die Lebensversicherungen beliehen werden, es können nur lediglich einzelne Vertragskomponenten gekündigt werden oder auch beitragsfrei gestellt werden. Wenn ein Käufer von Policen tatsächlich einen Kauf des Versicherungsvertrags anbietet, kann es sich lohnen, den Vertrag fortzuführen. Wer langfristig Geld benötigt und die Police tatsächlich nicht weiterführen möchte, kann die Police tatsächlich verkaufen.

 

Was bedeutet der Verkauf der Versicherungspolice?


Was ist ein MikrokreditMit dem Verkauf der Versicherung tritt der Versicherte seine Ansprüche ab. Der Käufer erwirbt damit sämtliche Vertragsrechte auf Zahlungen, wenn der Vertrag schließlich ausläuft. Der Käufer muss dabei die Beiträge weiterhin aufbringen. Das hat den Vorteil, dass zum Teil auch der Hinterbliebenenschutz erhalten bleibt. Im Todesfall erhalten die Hinterbliebenen die vertraglich festgelegte Todesfallsumme. Der Verkäufer zieht dabei jedoch seine gezahlten Beträge und Zinsen ab. Damit sinkt die Todesfallsumme mit der Zeit. Durchschnittlich werden 20.000 Euro ausbezahlt bei verkauften Lebensversicherungen. Auch der Käufer der Police hat das Recht, die Police dann selbst zu kündigen. Das ist vor allem bei fondgebundenen Lebensversicherungen der Fall. In dem Fall erlischt der Hinterbliebenenschutz. Alle Käufer behalten sich das Recht vor, die Police weiter zu verkaufen oder zu kündigen.

Um festzustellen, welchen Preis Versicherte mit ihrer Lebensversicherung erzielen können, gilt der innere Wert der Police. Dabei spielen Faktoren wie die voraussichtliche Rendite, das Alter des Versicherten sowie die Kostenquote des Versicherers eine Rolle. Wenn diese Faktoren günstig ausfallen, ergibt sich auch ein besserer Kaufpreis für die Police. Der Kaufpreis liegt in der Regel etwa drei  bis fünf Prozent über dem Rückkaufswert. Zum Teil ist auch mehr möglich. Bei guten Rentenversicherungen etwa kann der Erlös bei 15 Prozent liegen. Weil die Anbieter den inneren Wert unterschiedlich kalkulieren, sollten Versicherte mehrere Angebote von verschiedenen Anbietern vergleichen.

Bei Fond gebundenen Policen handelt es sich um Sonderfälle, betroffen sind gut 20 Prozent der Versicherungen. Der Verkauf wird vor allem mit Blick auf die Steuern interessant. Der Verkauf von Fondgebundene Policen sollte mit Beratung durch den Steuerberater oder das Finanzamt erfolgen. Hier lohnt es sich, die Möglichkeiten von Verkauf oder Kündigung durchzurechnen. Bei einer Kündigung erhalten Versicherte zwar den vollen Rückkaufswert, die Zinsen müssen aber in der Regel versteuert werden. Bei einem Verkauf fällt die Steuer nur auf die Differenz zwischen Kaufwert und den gezahlten Beiträgen an. Liegt der Kaufpreis unter den Beiträgen, ergibt sich vielleicht beim Verkauf ein Verlust, der steuerlich abgesetzt werden kann. Der Verlust lässt sich mit anderen Kapitalerträgen verrechnen. Wichtig dabei ist der Sparerpauschbetrag.

Auch bei kapitalbildenden Lebensversicherungen können beim Verkauf Steuern fällig werden. Verträge, die vor 2005 abgeschlossen wurden, sind davon nicht betroffen. Wenn der Vertrag mindestens 12 Jahre besteht und fünf Jahre lang Beiträge geleistet wurden, ist der Verkauf steuerfrei. Neue Lebensversicherungen nach 2005 werden mit 25 Prozent Abgeltungssteuer berechnet. Hier hilft am besten der Steuerberater weiter.

Voraussetzungen für einen Verkauf von Lebensversicherungen

Mikrokredit FazitDer Versicherungsverband GDV geht davon aus, dass gut 32 Prozent der Versicherungen binnen zwölf Jahren wieder gekündigt werden. Die durchschnittliche Laufzeit der Lebensversicherungen beträgt 28 Jahre, die durchschnittliche Versicherungssumme 32.000 Euro. Die Käufer von Renten- oder Lebensversicherungen suchen Policen, die auch Gewinne versprechen. Dazu sind bestimmte Voraussetzungen notwendig. So sollten die Verträge z.B. nicht bereits in ein oder zwei Jahren auslaufen. Die Rendite ist auch höher, wenn sich die Laufzeit bereits in der zweiten Hälfte befindet. Einige Käufer achten auch darauf, wenn die Lebensversicherung mindestens noch zehn bis fünfzehn Jahre läuft. Staatlich geförderte Verträge wie Riester oder ähnliches sind dagegen kaum von Interesse bei den Käufern. Wenn der Rückkaufswert unter der geforderten Mindestsumme liegt, ist die Kündigung meist klüger.

Beim Verkauf ist auf Anbieter zu achten, die im Bundesverband für Vermögensanlagen im Zweitmarkt Lebensversicherungen (BVZL) organisiert sind. So vermeiden Verbraucher schwarze Schafe. Häufig beginnt der Mindestrückkaufswert bei 8.000 Euro. Zudem gibt es die Möglichkeit, beim Verkauf mit Treuhändern zu arbeiten. Unseriöse Anbieter wollen etwa den Erlös nur in Raten zahlen oder fordern eine Gebühr für ihr Angebot. Grundsätzlich sollte der Verkauf kostenlos sein. Undurchsichtige Käufer drängen vielleicht auch darauf, in geschlossene Fonds zu investieren. Die Renditeversprechen sind hier jedoch meist völlig realitätsfern.

So läuft der Verkauf ab

Der Verkauf der Versicherungspolice erfolgt zunächst durch das Ausfüllen eines Online-Formulars. Hier sind wichtige Informationen wie Kontaktdaten, Versicherer, Policen-Nummer, Vertragslaufzeit und Rückkaufswert anzugeben. Die Versicherten erhalten dann vom Käufer eine Mail mit einer informations-Vollmacht. Damit erlauben die Versicherten den Käufern, die Daten beim Versicherer zu prüfen und weitere Informationen anzufordern. Die Vollmacht geht dann unterzeichnet zusammen mit der Kopie des Versicherungsscheins zurück. Dann folgt ein Angebot. Wenn das Angebot angenommen wird, zeigt der Käufer die Abtretung des Vertrags beim Versicherer an und bezahlt den Kaufpreis. Für gewöhnlich dauert der Verkauf zwei bis acht Wochen.

Wichtig bei Zusatzversicherungen

Zusatzversicherungen wie Unfallversicherungen oder Berufsunfähigkeitsversicherungen gehen durch den Verkauf verloren. Gerade die Berufsunfähigkeitsversicherung sollte aber erhalten bleiben. Viele Versicherer ändern die Zusatzversicherung dann in eine eigenständige Police um. Vor dem Verkauf sollte dies abgeklärt werden. Falls die Änderung nicht möglich ist, ist ein neuer Abschluss zu überdenken. Allerdings können hier die Beiträge viel höher sein als beim Erstabschluss. Beim Todesfallschutz kann zur Absicherung der Familie eine Risikolebensversicherung sinnvoll sein. Nach dem Verkauf sinkt der Todesfallschutz und kann vielleicht nicht mehr ausreichen.

Diese Risikolebensversicherung sichert im Todesfall die Familie ab und ist sinnvoll für Allein- oder Hauptverdiener. Außerdem ist es ein Muss bei Immobilienkrediten. Dabei richtet sich die Summe individuell nach der persönlichen Situation.

Gute Anbieter hier sind

  • Europa (bei nicht körperlicher Arbeit
  • Interrisk (bei Rauchern und nicht körperlicher Arbeit)
  • Hannoversche (bei körperlicher Arbeit)
  • Check24 (bei Rauchern, Übergewicht  und körperlicher Arbeit)

Gute Anbieter und seriöse Angebote finden Verbraucher bei Mitgliedern im BVZL. Wichtig ist, hier mehrere Angebote einzuholen und zu vergleichen. Der Anbieter Cashlife vermittelt Policen an Investoren und erreicht so eine größere Zahl von Interessenten.

Alternative: Kredit auf Lebensversicherung

Wer vorübergehend Geld benötigt, hat die Möglichkeit, die Lebensversicherung zu beleihen und muss sie nicht unbedingt verkaufen. Die Zinsen liegen hier auf den ersten Blick meist niedriger als bei einem regulären Ratenkredit. Die Zinszahlungen können aber höher ausfallen, da es dabei um einen endfälligen Kredit handelt. Hier ist keine Schufa-Auskunft notwendig. Es ist zu beachten, dass das Beleihen in aller Regel ein Minus-Geschäft ist. Dabei werden in der Regel mehr Zinsen fällig, als die Versicherung eigentlich einbringen würde.

Dabei muss man wissen, wie lange das Geld benötigt wird, denn bei langfristigem Geldbedarf kann der Verkauf sinnvoller sein. Auch beim Beleihen gilt es, sich verschiedene Angebote von unterschiedlichen Anbietern einzuholen und diese zu vergleichen. Außerdem lohnt es sich, normale Ratenkredite und das Beleihen der Versicherung mit Blick auf die Kosten des Darlehens zu vergleichen.

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Thomas D. Bär ist diplomierter Ökonom. Seit mehr als zehn Jahren schreibt er als freier Redakteur über Finanz-, Immobilien- und Verbraucherthemen. In einer sehr auf Geld ausgerichteten Gesellschaft möchte er seinen Lesern in verständlicher Form im Alltag anwendbares Wissen vermitteln.
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