Handy auf Raten

Möchte sich ein Verbraucher ein hochwertiges Handy der Markenhersteller kaufen, so muss er nicht selten tief ins Portemonnaie greifen. Heutzutage kostet ein Handy der oberen Mittelklasse oft um die 500 Euro. Der Preis ist nach oben hin offen. Die Handypreise für Top-Smartphones von Apple oder Samsung reichen von 800 bis 1.000 Euro. Nicht jeder Verbraucher kann und will sich sein Wunschhandy per Einmalzahlung leisten, sodass er auf die Finanzierung zurückgreifen muss. Handyverkäufer und Kreditanbieter machen es unkompliziert möglich, das Handy auf Raten zu kaufen.

Worauf sollte der Verbraucher bei der Finanzierung beachten?

Prinzipiell kann jeder Verbraucher ein Handy finanzieren, solange die Voraussetzungen erfüllt werden.

Handys werden entweder via klassische Ratenzahlungen in Kombination mit Zinszahlungen oder über sog. 0-%-Finanzierung finanziert. Die Zinshöhe variiert abhängig vom jeweiligen Anbieter. Sofern eine 0-%-Finanzierung gewählt wird, muss der Verbraucher keinerlei Zinsen zahlen. Infolgedessen braucht der Verbraucher lediglich die Summe begleichen, die für das Smartphone beim Kauf anfällt.

Sollte die klassische Ratenzahlung mit Zinsen gewählt werden, so sollte der Verbraucher ausrechnen, in welcher Summe sich die Tilgungen samt Zinszahlungen auf den Handypreis insgesamt auswirken. Der Verbraucher zahlt letztlich Finanzierungskosten für das Gerät, sodass der ursprüngliche Wert übertroffen wird.

Eine weitere Frage ist, ob der Verbraucher das Handy überhaupt auf Raten erwerben sollte. Letztlich verliert das Handy nach 24 Monaten an Wert, weil während diesen Zeitraums aktuellere Handy-Modelle auf den Markt gebracht wurden.

Der Vertragsabschluss soll nur über seriöse Anbieter erfolgen. Zu diesen zählen normalerweise Hersteller genauso wie namhafte Banken. Sofern der Verbraucher einen Vertrag bei einem relativ unbekannten Internet-Shop abschließen möchte, so sollte der Verbraucher vor der Handy-Finanzierung die Kundenbewertungen heranziehen.

Eine weitere Frage ist, ob sich der Verbraucher die monatliche Belastung für die vereinbarte Finanzierungslaufzeit leisten kann. Die Tilgungssumme beträgt zumeist ca. 25 Euro bis hin zu etwa 50 Euro.

Der Verbraucher sollte zusätzlich klären, ob er das Handy tatsächlich für die angegebene Laufzeit im Besitz haben möchte. Schließlich muss der Kredit für das Handy bis zum Laufzeitende getilgt werden – unabhängig davon, ob der Verbraucher das Handy verkaufen und wieder ein neues Handy kaufen möchte.

Voraussetzungen für die Finanzierung

Für die Finanzierung muss der Verbraucher nicht nur volljährig sein, sondern seinen Wohnsitz in Deutschland haben und über eine gute Bonität bzw. positive SCHUFA verfügen. Darüber hinaus sind ein gültiges Ausweispapier sowie ein regelmäßiges Einkommen notwendig. Der Kreditnehmer muss über ein in Deutschland geführtes Bankkonto verfügen können, auf das auch der Kreditbetrag gezahlt werden kann.

Der Handyvertrag versus Ratenzahlung für die Handy-Finanzierung

Verbraucher sollten sich vor der Ratenzahlung für die Handy-Finanzierung überlegen, ob auch ein Handy-Vertrag für sie in Frage kommen könnte. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile.

Die Vor- und Nachteile der Ratenzahlung für das Finanzieren eines Handys

Ein Vorteil der Finanzierung eines Handys ist die Sicherheit. Erwirbt der Verbraucher über das Internet ein Handy, so müssen die Kosten für das Handy zumeist via Vorkasse per Banküberweisung, PayPal oder Kreditkarte beglichen werden. Die Zahlung der Kreditsumme erfolgt bevor der Verbraucher das Handy in den Händen hat. Ein Risiko besteht, dass das Handy defekt ist und der Versender keinerlei Haftung übernimmt. Sofern die Zahlung bereits erfolgt ist, muss der Verbraucher den Händler für die Rückzahlung des Geldes kontaktieren. Dies kann oftmals über einen längeren Zeitraum andauern.

Ein weiterer positiver Aspekt ist die Tilgung der Kreditsumme für den Handy-Kauf. D. h. der Kunde zahlt das Handy nach und nach ab. Sofern etwas mit dem Handy nicht passt, kann der Verbraucher dieses innerhalb von zwei Wochen zurückschicken. Der Verbraucher muss sich nicht darum kümmern, das Geld zurück zu erhalten, weil er bis dato entweder noch nichts oder allenfalls die erste Tilgungsrate gezahlt hatte.

Auch die geringe monatliche Belastung zur Finanzierung des Handys ist vorteilhaft. Der Verbraucher muss nicht sofort eine hohe Kaufsumme begleichen. Teilweise bieten die Anbieter eine Null-Prozent-Finanzierung an, sodass der Verbraucher in solchen Fällen keinerlei Zinsen zahlen muss.

Sollte allerdings eine Finanzierung mit Zinszahlungen gewählt werden, so wird am Ende das Handy wesentlich teurer, als wenn das Handy direkt mit der eigentlichen Kaufsumme beglichen wird.

Ein weiterer Nachteil ist, sobald der Verbraucher das Handy bei einem Anbieter erwirbt, welcher den Ratenkauf von einem Handy mit einem Handy-Vertrag kombiniert. Dadurch werden die Verträge nicht gerade preiswerter. Sollte ein Verbraucher sicher gehen, so kann er ein Smartphone ohne eine Bindung an einen Vertrag sowie ohne SIM-Lock erwerben. Der Verbraucher kann somit z. B. die bisherige Mobilkarte bzw. Prepaid-Karte weiterhin verwenden.

Trotz alledem muss der Kunde nicht nur die Finanzierung des Handy zahlen, sondern auch die Telefonkosten. D. h. er benötigt trotz alledem einen Anbieter mit Telefonvertrag oder Prepaid-Karte.

Zudem ist die Tatsache für den Verbraucher nachteilig, dass das Handy solange nicht in seinem Eigentum ist, bis er die letzte Finanzierungsrate getilgt hat. Dies bedeutet, dass das Handy so lange im Eigentum des Verkäufers bleibt, bis der vereinbarte Kaufpreis bezahlt worden ist. Während dieser Zeit darf das Handy weder verpfändet noch verkauft werden.

Die Vor- und Nachteile des Handy-Vertrages

Schließt ein Verbraucher einen Handy-Vertrag ab, so ist dies mit einigen Vorteilen verbunden. Zum einen sind die Anschaffungskosten vergleichsweise niedrig. Sehr moderne Handys werden entweder kostenfrei oder preiswert zum Vertrag angeboten, wodurch der Verbraucher einige hundert Euro sparen und zugleich die moderne Technik in den Händen halten kann.

Ein weiterer Pluspunkt von Handy-Verträgen ist, dass die monatlichen Ausgaben genau kalkuliert werden können. Die Handy-Verträge umfassen vorteilhafte Konditionen sowie unterschiedliche Leistungspakete wie z. B. eine bestimmte Zahl an Freiminuten oder SMS bzw. mobile Daten. Hierfür wird ein fixer monatlicher Betrag fällig.

Im Falle des Vertragsabschlusses kann der Verbraucher von interessanten Extras profitieren wie z. B. Geschenke. Dazu können beispielsweise ein Fernseher, ein Laptop oder Bargeld zählen.

Allerdings beinhalten die Handy-Verträge auch Nachteile. Zum einen gibt es die Vertragsbindung, an die der Verbraucher für eine bestimmte Zeit gebunden ist. Selbst wenn der Verbraucher während dieser Zeit preiswertere Angebote findet, ist der Verbraucher immer noch an dem bisherigen Handy-Vertrag gebunden.

Zum anderen bieten Anbieter kostenlose – z. T. begrenzte – Minuten, SMS etc. an, wofür der Verbraucher eine bestimmte Gebühr zahlt. Sollte der Verbraucher diese nicht 100 Prozent ausschöpfen, so kommt es zu einem Verfall der kostenfreien Angebote. In diesem Fall zahlt der Verbraucher für ungenutzte Leistungen.

Ein weiterer negativer Punkt ist die Kostenfalle und mögliche Zusatzgebühren. Teilweise sind die Kosten versteckt oder so umständlich beschrieben, sodass sich die Verbraucher beim Verständnis schwer tun, welche Kosten auf sie genau zukommen. Dadurch können die Verbraucher von Handy-Verträgen am Monatsende böse Überraschungen erleben.

Anbieter von Finanzierungen für Elektrogeräte

Es gibt zahlreiche Anbieter von Finanzierungen rund um den Bereich Elektrogeräte. Ganz vorne dran zählen nicht nur Media Markt und Saturn, sondern auch z. B. Cyperport und Conrad. Natürlich gibt es auch weitere Kreditanbieter, bei denen der Verbraucher z. B. für bestimmte Zwecke eine Finanzierung beantragen kann wie z. B. SMAVA oder TargoBank.

Finanzierung über SMAVA

Möchte ein Verbraucher über SMAVA ein Elektrogerät finanzieren, so kann er eine kostenfreie, unverbindliche Kreditanfrage stellen. Der Verbraucher bekommt Kreditangebote. Im Anschluss kann der Kreditvertrag abgeschlossen werden.

Preiswerte Finanzierung bei der TargoBank

Die Targobank bietet mit ihrem Direkt-Geld eine kleine Finanzierung bis zu 3.000 Euro mit einer Laufzeit von bis zu sechs Monaten zu geringen Tilgungsraten an. Die Beantragung erfolgt online und sehr schnell. Der effektive Jahreszinssatz ist vergleichsweise gering. Dieser Kredit kann sehr gut für den Erwerb von Elektrogeräten genutzt werden.

Die 0-%-Finanzierung bei Saturn

Kauft der Verbraucher z. B. Elektrogeräte bei Saturn via einer Finanzierung, so erfolgt der Abschluss online und ohne Zusatzkosten. Die Finanzierungslaufzeit beträgt maximal 33 Monate.

Der Verbraucher muss zunächst Waren im Wert von mindestens 100 Euro in den Warenkorb legen. Nach Auswahl der Kasse sowie Angabe der Anmeldedaten wählt der Kunde die Versandart bzw. den Saturn Markt zur Abholung vor Ort aus. Der Kunde muss bei der Zahlungsart die Finanzierung auswählen und nach dem Ausfüllen bzw. Abschicken des Antragsformulars schließt der Kudne den Bestellvorgang ab.

Für die Finanzierung bei Saturn muss der Verbraucher volljährig sein. Der Verbraucher muss entweder beim aktuellen Arbeitgeber seit wenigstens drei Monaten arbeiten und über ein unbefristetes Arbeitsverhältnis verfügen. Als Alternative bekommt der Verbraucher eine unbefristet gewährte Rente, d. h. der Verbraucher ist Rentner. Um den Kredit zu erhalten, kann der Verbraucher seit wenigstens 12 Monaten auf selbstständiger Basis tätig sein. Der Finanzierungsbetrag muss wenigstens 100 Euro und höchstens 15.000 Euro betragen. Der Verbraucher muss über ein reguläres Einkommen von wenigstens 650 Euro netto verfügen. Die Schufa darf keinen negativen Schufa-Eintrag enthalten.

Fazit zur Finanzierung eines Handys auf Raten

Insgesamt gesehen sollten sich Verbraucher sehr gut überlegen, ob sie das gewünschte Handy für einen entsprechenden Zeitraum zwar mit einem vergleichsweisen geringen Betrag finanzieren und tilgen. Jedoch fallen nicht selten zusätzlich weitere Kosten wie z. B. Zinszahlungen an, die den ursprünglichen Betrag des Handys erhöhen und somit die Gesamtkosten des Handys verteuern. Außerdem fallen nicht selten weitere Kosten wie beispielsweise die Telefonie- oder SMS-Kosten an. Ist das Handy z. B. nach zwei Jahren abbezahlt, dann ist das Handy nicht mehr modern und wurde durch neuere Modelle überholt. Ein Handy-Vertrag kann dafür ein Handy inkludieren. Oftmals wird hierfür ein gesondertes monatliches Entgelt verlangt. Der Verbraucher kann bei einem Handy-Vertrag die Kosten überschauen und für einen bestimmten Zeitraum abschließen. In Abhängigkeit der persönlichen Bedürfnisse muss der Verbraucher selber entscheiden, ob ein Handy-Vertrag oder das Finanzieren eines Handys mit relativ niedrigen Beträgen für die individuellen Bedürfnisse spricht

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