Kreditkarten Vergleich

hand holding credit card isolated on white

Kreditkarten Vergleich

Der Kreditkarten Vergleich ist ein wichtiger Schritt vor der Wahl einer Kreditkarte den der deutsche Kreditkartenmarkt ist ein Phänomen: Auf eine Handvoll Kartengesellschaften und ca. ein Dutzend Produktmerkmale kommen gut und gerne 1.000 verschiedene Kreditkartenmodelle. Doch worin unterscheiden diese sich? Und welche Kreditkarten verschaffen ihrem Inhaber tatsächlich noch einen Kredit? Diese und weitere Fragen rund um Visa, MasterCard und Co. werden hier beantwortet.

Charge, Revolving, Debit: Die Abrechnungsmodelle von Kreditkarten

Äußerlich unterscheiden sich Kreditkarten allenfalls am Design bzw. Wunschmotiv und dem Logo der Kartengesellschaft. Ansonsten ist die Basisausstattung bei allen gleich: Kreditkartennummer, CVC Code, EMV Chip und ein (für Zahlungen in Europa kaum noch relevanter) Magnetstreifen auf der Rückseite sind Bestandteil jeder Kreditkarte. Doch schon anhand der vier unterschiedlichen Abrechnungsmodelle unterscheiden sich die Plastikkarten deutlich voneinander.

Charge, Revolving, Debit: Die Abrechnungsmodelle von Kreditkarten

Äußerlich unterscheiden sich Kreditkarten allenfalls am Design bzw. Wunschmotiv und dem Logo der Kartengesellschaft. Ansonsten ist die Basisausstattung bei allen gleich: Kreditkartennummer, CVC Code, EMV Chip und ein (für Zahlungen in Europa kaum noch relevanter) Magnetstreifen auf der Rückseite sind Bestandteil jeder Kreditkarte. Doch schon anhand der vier unterschiedlichen Abrechnungsmodelle unterscheiden sich die Plastikkarten deutlich voneinander.

Charge

Kreditkarten mit Charge Modus sind die ältesten Kreditkarten. In diesem Abrechnungsmodus werden die Umsätze gesammelt und regelmäßig (zumeist einmal im Monat) in Rechnung gestellt. Dadurch wird dem Karteninhaber ein Zahlungsziel eingeräumt. Zwischen dem Tag der Belastung und der Fälligkeit der Kartenrechnung können bis zu zwei Monate vergehen. Zinsen fallen für das Zahlungsziel nicht an. Kreditkarten von American Express und Diners Club sind ausschließlich als Charge Karten konzipiert; Karten der Gesellschaften MasterCard und Visa sind mit diesem und mit anderen Abrechnungsmodi erhältlich.

Revolving

Kreditkarten mit revolvierendem Kreditarmen, auch als Credit Cards oder Teilzahlungskarten bezeichnet, kombinieren das zinsfreie Zahlungsziel des Charge Modus mit einer optionalen Ratenzahlung. Karteninhaber können wahlweise den gesamten Rechnungsbetrag oder lediglich einen prozentualen Anteil davon begleichen. Marktüblich sind monatliche Mindestraten von 2-10 % des jeweils offenen Saldos bei Untergrenzen von ca. 20-30 EUR pro Monat.

Wird die Teilzahlungsfunktion in Anspruch genommen, fallen Sollzinsen an. Diese fallen typischerweise höher aus als die Zinssätze von Ratenkrediten und auch Rahmenkrediten, die ansonsten sehr eng mit dem Prinzip der revolvierenden Kreditrahmen verwandt sind. Die Spanne der Sollzinssätze beginnt bei ca. 12 % und endet bei ca. 24 %. Kreditkarten mit Teilzahlungsfunktion sind ausschließlich als Visa und MasterCard erhältlich.

Debit

Bei Debit Kreditkarten erfolgt die Belastung des Abrechnungskontos sofort und ohne Zahlungsziel. Diese Karten werden typischerweise in Verbindung mit Girokonten ausgegeben. Debitkarten sind als Visa und MasterCard erhältlich.

Prepaid

Prepaid Kreditkarten sind Kreditkarten auf Guthabenbasis. Um die Karte einsetzen zu können, müssen Karteninhaber zuvor Guthaben auf das Kartenkonto einzahlen; dies ist je nach Anbieter per Überweisung, E-Wallet oder mit anderen Kreditkarten möglich. Vereinzelt sind Einzahlungen mittels Paysafecard zugelassen. Prepaid Kreditkarten sind als Visa und MasterCard erhältlich und setzen prinzipiell keine Bonitätsprüfung voraus. Das bedeutet, dass die Karten auch für Verbraucher mit Negativmerkmalen erhältlich sind.

Im Hinblick auf die Zahlungsfunktionen unterscheiden sich Prepaid Kreditkarten nicht von „echten“ Kreditkarten. Im Internet finden sich allerdings immer wieder Berichte, nach denen es zur Ablehnung von Zahlungen insbesondere bei Hotels und Autovermietern gekommen sei. Dies ist mutmaßlich darauf zurückzuführen, dass diese Unternehmen neben dem eigentlichen Zahlbetrag auch eine Kaution vormerken, die auf dem Kontoauszug nicht ersichtlich ist. Wird dies bei der Aufladung des Kontos nicht hinreichend berücksichtigt, führt dies zu einer Zurückweisung der Transaktion, da die Zahlungsterminals in Echtzeit den Verfügungsrahmen prüfen.

Die Kreditkarte als Minikredit im Brieftaschenformat

Wann ist eine Kreditkarte eine Kreditkarte im engeren Sinne? Dafür müssen im Wesentlichen drei Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Die Karte muss mit einer Teilzahlungsfunktion ausgestattet sein
  • Barverfügungen müssen mittels Teilzahlung gezahlt werden können
  • Es müssen Überweisungen zu Gunsten eines Girokontos möglich sein

Insbesondere Debit-  und Prepaid Karten sind zwar vollwertige Zahlungsmittel, erfüllen aber nicht die Anforderungen an einen Kredit. Charge Kreditkarten erfüllen diese Anforderungen nur zum Teil.

Die wichtigsten Gebührentatbestände von Visa und Co.

Die Kreditkartengesellschaften verantworten die technische Ausstattung der Karten und die Zahlungsabwicklung. Für die Produktgestaltung sind einzig und allein die kontoführenden Banken zuständig. Dies gilt insbesondere für Kreditkarten von Visa und MasterCard, da hier eine sehr viel größere Distanz zwischen Bank und Kartengesellschaft steht als bei DC und Amex.

Doch was sind die wichtigsten Gebühren im Zusammenhang mit Kreditkarten? Typische Entgeltposten sind nachfolgend aufgeführt.

Jahresgebühr

Die Jahresgebühr ist das am deutlichsten sichtbare Vergleichsmerkmal. Die auf dem deutschen Markt übliche Spanne reicht von 0-600 EUR pro Jahr, wenn extrem hochpreisige Karten mit limitiertem Vertrieb ausgeklammert werden.

Nicht nur technisch, sondern auch mit Blick auf den Verfügungsrahmen unterscheiden sich Kreditkarten ohne Jahresgebühr nicht von hochpreisigen Produkten. Über den Verfügungsrahmen entscheidet allein die kontoführende Bank. Theoretisch kann eine kostenlose Kreditkarte mit einem sehr viel höheren Limit ausgestattet werden als ein hochpreisiges Produkt.

Hohe Jahresgebühren werden üblicherweise mit umfangreichen Zusatzleistungen gerechtfertigt, darunter insbesondere Versicherungspakete.

Auslandseinsatzentgelt

Auslandseinsatzentgelte fallen bei bargeldlosen Transaktionen in Fremdwährung an. Die auf dem deutschen Markt übliche Spanne reicht von ca. 1-3 %. Damit eine Transaktion in Fremdwährung abgewickelt wird, muss der Karteninhaber sich nicht zwingend physisch in einem anderen Währungsraum aufhalten. Es reicht, zum Beispiel bei einem Online Casino, einer Lotterie oder einem Broker eine Einzahlung in USD, GBP oder CHF zu tätigen.

Devisenumtauschgebühr

Einige Banken verlangen zusätzlich zum Auslandseinsatzentgelt einer Devisenumtauschgebühr. Häufig wird diese auch als Aufschlag auf den Wechselkurs (gemessen am Referenzkurs der EZB) betitelt. Die Bandbreite reicht hier von ca. 1-3 %.

„Gambling Gebühr“

in den vergangenen Jahren haben mehrere Banken ein Gambling Gebühr eingeführt: Für Kreditkartenzahlungen bei Lotteriegesellschaften, Wettbüros und weiteren Anbietern aus dem Glücksspielbereich werden zusätzliche Entgelte in Höhe von zum Beispiel 1,5 % abgerechnet. Die Motivation ist klar ersichtlich: Banken gehen davon aus, dass Kunden mit großem Interesse an solchen Anbietern keine allzu hohe Preissensibilität an den Tag legen. Ob die Rechnung aufgeht, bleibt abzuwarten.

Gebühren für Barverfügungen am ATM

Mit Kreditkarten sind weltweit Barverfügungen am Geldautomaten und am Bankschalter möglich. Einige Banken ermöglichen ihren Kunden weltweit kostenlose Barverfügungen in unbegrenzter Anzahl. Andere stellen ein festes Kontingent an kostenlosen Barauszahlungen zur Verfügung, wieder andere beschränken kostenlose Auszahlungen auf den Euroraum oder das Euro-Ausland (unter letzterem sind alle Euro Mitgliedstaaten exklusive Deutschland zu verstehen). Werden Gebühren erhoben, reichen diese von ca. 1,00 EUR bis hin zu 4 % bzw. mindestens 6-8 Euro. Bei einigen Banken sind Auszahlungen an institutseigenen Automaten kostenlos.

Zinsen für Teilzahlungen

Die Zinssätze für Teilzahlungen reichen von ca. 12-24 %. Häufig werden Teilzahlungen auf Barverfügungen höher verzinst. Einige Banken bieten die Umwandlung von größeren Umsätzen in Ratenkredite an und setzen die Zinssätze hier etwas niedriger an. Ebenso möglich ist ein Zinsrabatt für Umsätze bei bestimmten Anbietern wie zum Beispiel Reiseveranstaltern.

Weitere Entgelte

Weitere Entgelte fallen zum Beispiel im Zusammenhang mit einer zusätzlich ausgestellten Girocard, für die postalische Zusendung von Kontoauszügen und Überweisungen zulasten des Kreditkartenkontos an.

Nützliche und weniger nützliche Zusatzleistungen von Kreditkarten

Der gesättigte deutsche Kreditkartenmarkt zwingt fast alle Anbieter von Kreditkarten zu einer gewissen Kreativität. Häufig wird versucht, Karten mit bestimmten Zusatzleistungen auszustatten und dadurch nicht zuletzt die Unterscheidbarkeit von der Konkurrenz zu erhöhen. Doch längst nicht alle Zusatzleistungen bieten Karteninhabern einen konkreten Nutzen.

Reiseversicherungen

Manche Kreditkarten sind mit einer Reiserücktrittskostenversicherung ausgestattet, andere bieten ein ganzes Paket aus Reisegepäckversicherung, Auslandsreise Krankenversicherung, Mallorca Police usw.  Karteninhaber müssen im Einzelfall prüfen, ob die Policen den gewünschten Versicherungsschutz tatsächlich bieten und die gegebenenfalls höhere Jahresgebühr angemessen ist.

Rabatte für Reisebuchungen

Rabatte für Reisebuchungen gelten typischerweise für Buchungen über ein einzelnes Partnerunternehmen. Ob der Endpreis unter Berücksichtigung des Rabatts tatsächlich günstiger ist als bei einer freien Buchung bei der Konkurrenz, ist wiederum im Einzelfall zu prüfen.

Bonusprogramme und Upgrades

Mit einigen Kreditkarten können Bonuspunkte für ein hauseigenes Bonusprogramm gesammelt werden, andere sehen Hochstufungen in Stammkundenprogrammen zum Beispiel von Hotels vor. Insbesondere solche Hochstufungen können tatsächlich bares Geld wert sein, wenn der Karteninhaber regelmäßig Hotelübernachtungen in Anspruch nimmt.

Rückvergütung für Einkäufe

Einige Rückvergütungsprogramme sehen einen festen prozentualen Betrag für jeden bargeldlosen Umsatz vor, andere erfordern den Einkauf über ein spezielles Portal, für den die Bank Vermittlungsprovisionen erhält. Rückvergütungen mit festen Beträgen sehen zumeist ein Cashback von 0,5-2,5 % vor. Einige Kreditkarten bieten spezielle Rabatte für Tankstellenumsätze von bis zu 2 % und mehr. Typischerweise sind diese aber auf einen festen Betrag pro Jahr begrenzt.

Kreditkarten und Neukundenaktionen

Kreditkarten werden immer wieder mit Neukundenaktion beworben. Typisch sind der Verzicht auf die Jahresgebühr und/oder ein Startguthaben.

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